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"Diese Welt kann besser werden - ich baue auf die Jugend!"
Charlotte Probst

Danke, Charlotte Probst

 

Der Vorstand des Vereines „Tierschutz im Unterricht“ erfüllt die traurige Pflicht, Nachricht zu geben, dass Frau Charlotte Probst am 29. Dezember 2019 verstorben ist. Sie war Gründerin des Vereines und leistete die Pionierarbeit für Tierschutz im Unterricht. Jahrzehntelang war sie eine der engagiertesten und bekanntesten österreichischen Tierschützerinnen. Sie nahm sich aller Tierschutzthemen an und wurde nicht müde, ihre Stimme für mehr Respekt und Gerechtigkeit gegenüber Tieren zu erheben.

Der Grundstein für ihren konsequenten Einsatz für die geschundene Kreatur wurde wohl in ihrer Kindheit gelegt, die sie auf dem Land verbrachte. Der von ihr beobachtete grausame Umgang mit Nutztieren und die Brutalität von Jagden machten sie seelisch so betroffen, dass sie sich vornahm, das Los der Tiere zu verbessern.

Sie blieb diesem Vorsatz treu. Ein ganzes langes Leben lang!

Hier seien nur einige ihrer wunderbaren Aktivitäten und Erfolge herausgehoben.

·         Durch intensive mühevolle Vorarbeit gelang 1989 die offizielle Einführung des Projektes „Tierschutz im Unterricht“. Das steirische Projekt wurde zu einer Erfolgsgeschichte und schließlich als wertvolle ethische Erziehungsarbeit in ganz Österreich angenommen.

·         Im Rahmen dieses Projektes wurden im Laufe der Jahre unzählige Kinder mit dem Tierschutzgedanken vertraut gemacht und zahlreiche Schülerwettbewerbe initiiert.

·         Ein jährliches Seminar zur Ausbildung von Tierschutzlehrern wurde eingeführt und bald international geschätzt. Teilnehmer aus ganz Europa bis hin nach Sibirien kamen nach Graz, um sich als Tierschutzlehrer ausbilden zu lassen.

·         2009 wurde das Tierschutz-Lehrerseminar  in Zusammenarbeit mit der Karl-Franzens-Universität zu einem Universitätsseminar und die „Akademie für Mensch-Tier-Beziehungen“ gegründet.

·         Jahrelange Veranstaltung von POT-Messen, wobei POT für Produkte ohne Tierqual steht.

·         Veranstaltung von zahlreichen Schüler-Wettbewerben etablierten sich ebenso.

·         Einführung der Franziskus-Weihnacht, die sich zur vorweihnachtlichen Tradition der Landeshauptstadt entwickelte.

·         Ihrer Initiative ist zu verdanken, dass das Tier im österreichischen Gesetz seit 1988 nicht mehr als Sache, sondern als leidensfähiges Mitgeschöpf bezeichnet wird.

·         Wirkungsvolle Plakataktionen wurden gemacht. Das Anti-Jagd-Plakat „Töten als Hobby“ und Anti-Tierversuchs-Plakat „Gefoltert für Sie“ wurden ausgezeichnet.

·         Auf dem Rosenhain wurde ein Mahnmal für Tierschutz errichtet.

·         Ganz nebenbei wurden unzählige Infostände, Podiumsdiskussionen und TV- und Medienauftritte zu Themen wie Pelz, Jagd, Tierversuch, Nutztierhaltung, Vegetarismus etc. abgehalten.

Die Liste der Leistungen von Charlotte Probst wäre noch lange fortzuführen. So blieben auch Ehrenzeichen und Würdigungen von der Stadt Graz, dem Land Steiermark und der Republik Österreich nicht aus. Kurz vor ihrem 80. Geburtstag verlieh man ihr als internationale Anerkennung für ihr unermüdliches Wirken den Hans-Rönn-Preis, was sie mit großer Freude und Stolz erfüllte.

Bleibt nur noch DANKE zu sagen an eine wunderbare, große, kämpferische Persönlichkeit. Mögen ihre Gedanken und Ideen für einen geschwisterlichen Umgang mit Tieren weiterleben in der Jugend, auf die sie gebaut und gehofft hat.

Verein für Tierschutzunterricht

Akademie für Tier-Mensch-Beziehungen Graz
Tel. 0680 55 56 706